Im Gegensatz zu Yoga ist es wenig bekannt. Unter denen, die es kennen, wird es gerne als Yoga der Druiden bezeichnet, wenn die Erklärung schnell gehen soll. Damit ist deutlich: Es geht um Bewegung und Gesundheit, und das ist so weit richtig.
Von seinen Entdeckern Schwarz, Schweppe und Pfau (A. A. Schwarz, R. P. Schweppe, W. M. Pfau: Wyda, die Kraft der Druiden. Ein ganzheitlicher Weg zu Gesundheit und Spiritualität) wird Wyda als die Ursache für die körperliche Gesundheit der Druiden dargestellt und soll aus uralten Traditionen stammen. Lange wurde das Wissen über diese Bewegungsübungen als Geheimnis gehütet und schließlich aus Familientraditionen vermittelt und aufgezeichnet.
Historisch ist diese Geschichte wohl nicht verifizierbar. Das möchte ich hier jedoch nur erwähnen. Bei Gelegenheit schreibe ich einen weiteren Blog-Beitrag darüber. Hier soll es darum gehen, was Wyda heute ist. Dafür halte ich die historische Nachvollziehbarkeit nicht für wesentlich. Manchmal beschreibt eine gut erzählte Geschichte mehr, als historische Fakten.
Bená, der auch den Weg des Druiden im Orden der Barden, Ovaten und Druiden (OBOD) geht, entwickelt schließlich, dass die Wyda-Übungen tatsächlich zur neodruidischen Lehre der drei Kessel passen. Die drei Kessel entsprechen den unten beschriebenen drei Feldern im Wyda.
Ich lernte Wyda in meiner Geomatie-Ausbildung kennen – zur Einstimmung und zum energetischen Schutz, zur Kräftigung der gesamten Leibesorganisation und zur Unterstützung der spirituellen Entwicklung. Nach diesen Übungen fühlte ich mich stets so ausgeglichen und frisch, dass ich sie in meinen Alltag integrierte und beschloss, Wyda in einer Ausbildung zu vertiefen. Bei Bená, am Wyda-Terram-Institut in Füssen vertiefte ich mein Wissen und Können im Wyda und lernte, von ihm entwickelte und modifizierte Übungen kennen – das Terram-Wyda.
Korrespondenz der Felder mit der Natur
Die Übungen des Wyda sprechen nun gezielt diese drei Bereiche an: Zuerst werden sie aktiviert, dann gestärkt und schließlich miteinander verbunden, also zu einem harmonischen Zusammenwirken veranlasst. Das wäre aber noch nicht Wyda, wenn es allein auf den Menschen fokussiert bliebe. Jeder der drei Bereiche wird in Verbindung mit Elementen der Natur erlebt: Das Vitalfeld mit dem Lebendigen, das einem zuerst in den Pflanzen begegnet, die sich aus dem Dunkel im Kraftraum der Erde dem Licht entgegenrecken. Das Emotionalfeld wird in Verbindung mit Wasser und Licht gesehen. Diese, vielleicht überraschende Verbindung von Wasser und Licht erschließt sich folgendermaßen: Das Emotionalfeld wird nicht nur als Sitz unserer Empfindungen und Emotionen betrachtet, sondern auch als Zentrum unserer Berufung. Wasser korrespondiert symbolisch mit dem Emotionalen: Mal ist es wild und aufgewühlt wie das Meer im Sturm oder still wie der See im Wald, plätschert fröhlich als Bach über die Steine oder strömt still als Fluss dahin, kann flach wie in einer Pfütze sein, tief und groß wie das Meer oder klein wie ein Regentropfen. Wenn wir als Menschen im gewöhnlichen Leben Wasser erleben, schillert das Licht darin, ob es einen See in einen Spiegel verwandelt oder eine Wiese voller Tautropfen in ein Meer von Juwelen. Im Licht kann symbolisch die Berufung des Menschen gesehen werden. Überall scheint sie uns in unserem Leben entgegen, wie das Licht überall im Wasser glänzt: mal klar und deutlich, wie im Spiegel des Sees und aus anderer Perspektive beinahe unsichtbar, verzerrt oder schillernd.
Das Mentalfeld wird schließlich in Verbindung gebracht mit dem Kristallinen der Erde – und ich meine auch mit den Sternen. Auch wenn es im Wyda um die Kräfte des Kristallinen geht, das überall in der Erde gefunden werden kann, nicht bloß in Edelsteinen und Kristallen, können Kristalle und Edelsteine wohl als auffallende Vertreter dieses Bereichs gesehen werden. Sie glänzen optisch, wenn sie ans Tageslicht geholt werden, wie die Sterne am Himmel, aber auch in der Erde, spenden sie sternenähnlich ihre Energie. Diese Energie, die zu den klaren Formen der Kristalle führt, die uns im Sternenhimmel entgegenglänzt, ist es, die das Mentalfeld stärken kann.
Wirkungsweise der Wyda-Übungen
Damit bin ich in diesen Ausführungen bei der Wirkungsweise von Wyda angekommen: In den Aktivierungsübungen werden die Felder im Menschen und ihre Korrespondenz mit der Natur zum Erlebnis gebracht. In den Stärkungsübungen, werden die Kräfte der Natur aktiv zur Unterstützung eingeladen und „eingeatmet“ (energetische Atmung). Bei der Harmonisierung stellt sich der Mensch als Mikrokosmos in die Welt, den Makrokosmos und lässt die Kräfte miteinander schwingen.
Charakteristisch für das Wyda, ist noch das Tönen von Lauten (meist Vokale), das einige Übungen begleitet und verstärkt.
Die Übungen können durch das Aufbauen von Kraftfeldern mithilfe von Elementen der Natur unterstützt werden.
Durch die Übungen des Wyda kommst Du als Mensch in ein lebendiges und intensives Verhältnis zu Deinem Körper in seinen verschiedenen Aspekten und zugleich in ein harmonisches Verhältnis zu Deiner Umwelt, zur lebendigen Umwelt. Das ist etwas, das ich als dringendes Bedürfnis in der Gegenwart erlebe: Je weiter die Technisierung fortschreitet, desto dringender benötigt der Mensch lebendiges Erleben der Natur, die sich in ihm spiegelt und deren Teil er zugleich ist. Mein Eindruck ist, dass sich der Mensch seit hunderten Jahren darauf besinnt, was ihn von der Natur unterscheidet oder ihn über sie erhebt. Dabei wurde vergessen, dass das inkarnierte Menschsein, nur auf Basis der Natur als Lebensraum und in seiner Lieblichkeit möglich ist. Ich meine, es ist an der Zeit, bewusst Mensch zu sein, als göttliches Wesen und dabei in Dankbarkeit und Liebe gewahr zu sein, dass wir als Menschen wesentlicher Bestandteil der Natur sind und die Natur von uns. Wenn der Mensch aufhört, seine Lebensgrundlage auszubeuten und zu vernichten und stattdessen neu lernt, in einer Partnerschaft mit der Natur, mit allen Wesen, die in ihr leben und sich in ihr Ausdruck verleihen, zu leben, ist die Zukunft gesichert. So gehen wir in das Zeitalter der neuen Erde.
Wyda erlebe ich als ein sehr geeignetes Mittel, diese Entwicklung zu unterstützen und zu praktizieren.
