Wenn jemand von Heilung spricht, ist dies immer geprägt von seiner Weltanschauung. Das ist nichts Besonderes, denn immer, wenn wir sprechen, wenn wir unsere Gedanken in Worte fassen, geschieht dies auf dem Hintergrund der individuellen Weltanschauung. Das ist gar nicht anders möglich, es ist aber nicht immer relevant.
Wo geschieht Heilung?
Unabhängig von der Weltanschauung geschieht Heilung immer in einem zunächst kranken Organismus und immer letztlich durch dessen eigene Kräfte. Das ist bei leichten Erkrankungen oder Verletzungen selbstverständlich: „Die Zeit heilt alle Wunden“ heißt ein Sprichwort, das häufig im übertragenen Sinne angewendet wird, aber genau darauf Bezug nimmt.
Bei schwereren Erkrankungen oder Verletzungen könnte ein sich selbst überlassener Genesungsprozess sehr lange dauern oder dem Organismus könnte sogar die Kraft fehlen, die für eine Heilung erforderlich wäre. Dann, oder um einen Heilungsprozess zu beschleunigen, greift der Mensch ein. Dieses Eingreifen, zur Ermöglichung oder Unterstützung eines Heilungsprozesses ist stark geprägt von dem, wie Krankheit verstanden wird und wie die Welt an sich betrachtet wird. So wird z. B. ein materialistisch orientierter Mensch zu Medikamenten greifen, die mit dem Fokus auf das Physisch-Sinnliche entwickelt wurden. Etwas anderes hat für ihn keine Bedeutung. Auch Operationen sehe ich in diesem materialistischen Gebiet. Hier hat es der Mensch weit gebracht. Insbesondere bei Verletzungen, aber auch im Hinblick auf manche schwere Erkrankung sind die Möglichkeiten der modernen Medizin eine große Hilfe. Die Heilung geschieht aber trotzdem im erkrankten Organismus, wird aber im Extremfall erst durch den physischen Eingriff des Menschen, möglich gemacht. Dabei denke ich z. B. an Knochenbrüche, die unbehandelt schief zusammenwachsen könnten. Aber durch das gekonnte Ausrichten, wird es dem verletzten Organismus ermöglicht, einen optimalen Heilungsverlauf zu realisieren.
Schulmedizin und/oder Geistheilung?
Wer sich auf diese Perspektive beschränkt, wird kein Vertrauen in Geistheilung oder Homöopathie entwickeln können, da hier ausdrücklich mit Kräften agiert wird, die sich teilweise oder vollständig der sinnlichen Wahrnehmung entziehen. Wer sich aber mit Geistheilung befasst, erlebt es, wie ich es gerade ausgedrückt habe, als Beschränkung, wenn diese Möglichkeit der Unterstützung eines genesenden Organismus, außer Acht gelassen wird. Trotzdem halte ich es für legitim: So wie ich beanspruche, meine Weltanschauung leben zu dürfen, gestehe ich es auch anderen zu, Wenn jemand sich ausschließlich auf das Zähl- und Messbare fokussieren möchte, akzeptiere ich das, wie ich erwarte, dass akzeptiert wird, dass ich die Welt weiter sehe.
Dabei halte ich es für wesentlich, dass der erkrankte Mensch der Methode, mit der er bei der Genesung unterstützt wird, vertrauen kann. Die Weltanschauung ist hier genauso wichtig oder gar wichtiger als bei der behandelnden Person. Deshalb möchte ich niemanden zur Geistheilung überreden. Aber ich möchte zeigen, dass es das gibt, und wenn jemand offen dafür ist oder ohnehin ein Weltbild hat, das übersinnliche Welten einbezieht, dann könnte dieser Mensch Methoden der Geistheilung für seine Genesung in Anspruch nehmen.
Geistheilung und verwandte Methoden
Bei der folgenden Betrachtung, erwähne ich ausschließlich die Geistheilung, da das mein Gebiet ist. Vieles von dem, was ich versuchen werde auszudrücken, trifft auf die Homöopathie, Anthroposophische Medizin und andere Methoden genauso zu.
Geistheilung für Mensch, Tier und Welt
Außerdem werde ich den Menschen betrachten. Geistheilung wirkt aber auch bei Tieren oder bei ganzen Landschaftsräumen. Im letzteren Fall heißt sie Geomantie. Die Beschränkung der Betrachtung auf den Menschen, geschieht nur, weil ich meine, klarer das Wesentliche beschreiben zu können, wenn ich mich auf ein Beispiel konzentriere.
Geistheilung in der Prävention
Geistheilungsmethoden sind auch geeignet für die Prävention, wenn der betrachtete Organismus äußerlich bislang nicht krank wirkt, sich auf der energetischen Ebene aber bereits Schwächen zeigen oder noch früher, einfach zur Stärkung und Harmonisierung der energetischen Konstitution eines Menschen. Das ist sehr sinnvoll und ratsam, so frühzeitig anzusetzen. Erfahrungsgemäß gelingt dies jedoch bei weitem nicht immer und wieder gehe ich im Folgenden vereinfachend von einem erkrankten oder verletzten Organismus aus.
Zusammenwirken von Schulmedizin und Geistheilung
Bei der Geistheilung sehe ich zunächst in Bezug auf das Motiv des handelnden Menschen keinen Unterschied zur physischen Intervention bei Krankheit: Es geht darum, dass der erkrankte Organismus gesund werden kann. Dies soll schneller oder besser gehen oder überhaupt erst möglich gemacht werden, dadurch, dass der behandelnde Mensch einem erkrankten Menschen etwas zukommen lässt, das seinen Organismus im Genesungsprozess unterstützt.
In Erweiterung der physisch-sinnlichen Perspektive wird bei der Geistheilung davon ausgegangen, dass alles Sinnliche durch übersinnliche Kräfte verursacht wird. Wirken diese Kräfte so, dass schließlich im Physischen Krankheit entsteht, geht es darum, den Kräfteorganismus zu stärken und zu harmonisieren, sodass in der Folge Heilung geschieht und auf der physischen Ebene sich wieder Gesundheit etablieren kann. Deshalb ist ein Zusammenwirken von Schulmedizin und Geistheilung gut möglich. Die Methoden können sich gegenseitig unterstützen – in jedem Fall vorausgesetzt, die Methoden werden gewissenhaft angewandt.
Das Prinzip der Resonanz
Wie in der auf das Physische fokussierten Medizin, gibt es bei der Geistheilung eine Vielzahl von Methoden, die eingesetzt werden können. Vereinfachend möchte ich die Wirkung von Geistheilung mit dem Phänomen der Resonanz beschreiben, das aus der physischen Welt bekannt ist. In einem beliebten Experiment, mit dem Resonanz demonstriert werden kann, werden zwei gleiche oder ähnliche Stimmgabeln aufgestellt und eine wird angeschlagen. Alsbald fängt die zweite auch an zu schwingen.
Es werde Licht.
Ein zweites Phänomen aus der physischen Welt möchte ich noch zum Vergleich heranziehen: Wenn es dunkel ist und ich Licht anschalte, ist es anschließend hell. Das klingt erst mal trivial, ist aber ein physisch wahrnehmbares energetisches Phänomen. Alle unsere Worte, sind an diese physische Welt angelehnt, weswegen über vergleichend-bildhafte Darstellungen ein Verständnis für Vorgänge im Übersinnlichen erschlossen werden kann.
Eine Art der Geistheilung z. B. das Clearing, arbeitet mit dem Verteiben der Finsternis durch Licht: Krankhaftes wird als Dunkelheit wahrgenommen oder betrachtet. Die Intervention besteht nun darin, durch helle Energie die dunklere Energie zu entfernen oder zu transformieren. Letzteres steht immer am Ende. Die Transformation kann im betrachteten Organismus selbst stattfinden oder die entfernte Dunkelheit wird der großen Erdenmutter, dem Christus oder dem allumfassenden Vater übergeben, um in ihrem Schoß, in ihrem Herzen, in ihrem Geist transformiert zu werden und als helfende Energie zurückzukehren.
Das klingt einfach gemacht. Dem physisch orientierten Verstand (den wir alle haben, denn auch ohne Materialist zu sein, sind wir physisch inkarnierte Menschen und als solche stark auf das Physische fokussiert) mag es eine Hilfe sein, sich einen Komposthaufen vorzustellen: Aller möglicher organischer Unrat landet dort und nach einem Jahr ist daraus nahrhafte Erde geworden, in der junge kräftige Pflanzen wachsen können oder alte Pflanzen zu neuen Kräften kommen. Die Erde kann das also. Wie sie es auf der physischen Ebene mit dem Kompost kann, so ist es auch mit dem geistigen Unrat möglich, wenn er in einer Heilungsintervention Gaia – der großen Erdenmutter – übergeben wird.
Resonanz in der Geistheilung
Andere Methoden wie z. B. Reiki, sind leichter mit dem Resonanzphänomen zu erklären: Reiki ist der Name für universelle Lebensenergie. In der eigenen Arbeit mit Reiki, suchte ich in meditativer Vertiefung, ein erweitertes Verständnis dieser Kraft zu finden. Was sich mir da erschloss, möchte ich kurz skizzieren: Es gibt eine geistige (im Sinne von „sinnlich nicht wahrnehmbar“) Ur-Bildebene, aus der sich alles sinnlich Erfahrbare „herauskristallisiert“ hat. Auf dieser Urbildebene ist alles vollkommen, harmonisch und heil – so wie es optimalerweise sein könnte. Wenn sich daraus etwas sinnlich verwirklicht, kommt es in diesem Prozess mit anderen Kräften in Kontakt, die bereits physisch geworden sind und möglicherweise unharmonisch oder krank sind. Das ist nicht schlecht. Es ist ein Erfahrungsraum. Da aber das Sinnlichwerden, wie ein Herausfallen aus der Ebene der uneingeschränkten Harmonie ist, kann dabei Unordnung und Krankheit entstehen. Heilung ist der Vorgang, daraus die bestmögliche Verwirklichung des Urbilds im Sinnlichen zu machen. Das nennen wir dann Gesundheit.
Was ist Reiki und wie wirkt es?
Diese Urbildebene ist die Reiki-Kraft („Reiki“ ist der von Mikao Usui geprägte, japanische Name für diese Kraft(ebene), die auch sonst auf der Welt bekannt ist und unterschiedliche Namen trägt). Bei der Reiki-Behandlung wird die Person, die Reiki gibt, zum Kanal für diese Kraft, die dadurch in dem erkrankten Organismus wirken kann (so weit die Erkenntnis aus der o. g. meditativen Erkenntnissuche). Dieses Wirken ist wie das Anschlagen der Stimmgabel im eben geschilderten Beispiel, ein Klingen und Schwingen. Geht der erkrankte Organismus damit in Resonanz, heißt das, er schwingt auch so, wie die Reiki-Kraft. In ihm entsteht also Harmonie und damit Gesundheit.
Oben hatte ich dargestellt, dass die Stimmgabeln ähnlich oder besser gleich sein müssen, damit überhaupt Resonanz entsteht. Da alles Sinnliche aus der Reiki-Urbildebene heraus entstanden ist, trägt es etwas von ihr in sich, ist ihr also in jedem Fall ähnlich.
Zugleich ist dies die Erklärung, weshalb nicht nach jeder Reiki-Sitzung die behandelte Person sofort gesund aufsteht, warum der Genesungsprozess erst später stattfindet oder weitere Behandlungen erforderlich sind: Das Kranke ist ja das dem Urbildhaften Unähnliche. Je nachdem, wie stark es etabliert ist, kann es die gesunde Schwingung nicht sogleich aufnehmen oder es braucht eine Weile des gesunden Schwingens, damit die Resonanz entsteht. So kommt es zu individuellen Heilungsverläufen.
Das klingt erst mal so, als wäre Reiki immer und für alles die richtige Methode. Das ist aus der Perspektive des Reiki-Meisters auch so. Es sind aber nicht alle Menschen Reiki-Meister und das Verhältnis der Menschen zur Welt ist so unterschiedlich, dass es gut sein kann, dass jemand die Reiki-Kraft für sich nicht akzeptieren kann – vielleicht auch nur zunächst nicht. Das könnte an Vorurteilen liegen oder an vielem anderen, das verhindert, dass Resonanz entstehen kann. Dafür ist es ein Segen, andere Verfahren zu kennen, seien es schulmedizinische oder andere Methoden der Geistheilung.
Geeignete Vorbereitungen auf eine Reiki-Behandlung können Massagen sein oder eine Klangschalen-Massage. Diese Methoden wirken an sich schon entspannend und harmonisierend und sind gerade deshalb auch als Einstimmung für eine Reiki-Behandlung von großem Wert.
In einem kostenlosen Erstgespräch, kannst Du mit mir beraten, was für Dich der geeignete Einstieg in die Welt der Heilung ist. Die Möglichkeiten sind vielfältiger, als ich es hier im Rahmen dieses Textes aufzählen konnte. Es würde mich freuen, wenn ich Dein Interesse geweckt hätte und Du Geistheilung zur Unterstützung Deines individuellen Genesungsprozesses in Anspruch nimmst.
