In meinem Blog schreibe ich richtig gerne. Da habe ich den Eindruck, dass ich schreiben kann, was und wie ich möchte, dass ich meinem Anliegen ernsthaft Ausdruck verleihen kann, ohne primär daran zu denken, wie ich irgendwelche Algorithmen füttere oder die meisten Klicks bekomme. Da kam mir die Einladung zur Blogparade gelegen: textemitziel.com/einladung-zur-blogparade-aug26. Das Thema passte auch, weil für mich gerade immer wieder Beiträge für die Sozialen Medien und die Bedienung störrischer KI Herausforderungen bieten, wo ich mich viel lieber um Menschen kümmern würde und um unseren Lebensraum, die große Erdenmutter, mit allen ihren Wesen.
Wenn ich dann stundenlang damit verbringe, (vermeintlich) ansprechenden Social-Media-Content zu erstellen, der dann von drei Freunden geliked wird, dann frage ich mich immer wieder: Warum tue ich mir das eigentlich an?
Wie die Frage, ist das schon etwas emotionalisiert: Zu meinen einigen hundert Followern komme ich auch wegen meiner Beiträge. Bei denen, die mir in den sozialen Medien bereits folgen, möchte ich mich herzlich bedanken und möchte meiner Freude Ausdruck verleihen, dass sie meinen Content wahrnehmen und wertschätzen.
Frust im Social-Media-Alltag
Vielleicht bin ich einfach zu ungeduldig? Ungeduldig bin ich an der Stelle definitiv, denn ich möchte mit Menschen arbeiten, möchte ihnen die Wunder spirituell erlebter Natur zeigen, möchte ihnen helfen, in ihre Kraft, in ein Leben, das Frieden schließt mit den Menschen selbst und mit dem Verhältnis des Menschen zur Natur, zu kommen. Stattdessen sitze ich vor dem Computer und verfasse Kurzbotschaften, die im schnellebigen Social-Media-Alltag wahrgenommen werden können und Interessierte auf mein Angebot aufmerksam machen sollen. Inzwischen setze ich KI ein, in der Hoffnung, dass ich dann weniger Zeit dafür benötige und vor allem, die Algorithmen adäquater bediene, als ich es von mir aus könnte. Dabei sehe ich den Einsatz von KI grundsätzlich kritisch: Wenn ich dabei die Sozialen Medien ansehe, frage ich mich, wo das hinführen soll, wenn immer mehr, immer schneller Content erstellt wird, den niemand mehr wirklich wahrnehmen kann. Dabei steigen die Rechnerleistung und der Stromverbrauch ins Unermessliche und bedrohen so letztlich die Ressourcen unseres Lebens. Wofür?
Die Wiedergeburt eines Lebensmotivs
Da ist sie wieder, die Ausgangsfrage, warum ich mir das antue, wo ich vor einem satten Jahr noch gar keinen Social-Media-Account hatte und über KI, wegen ihrer Fehlleistungen, nur gelächelt habe.
Indem ich auf das 50. Lebensjahr zuging, entdeckte ich ein Lebensmotiv von mir – eigentlich das Lebensmotiv. Hier kürze ich die Darstellung stark ab, habe das aber bereits in meinem Blog-Beitrag „Wie es dazu kam“ ausführlicher dargestellt. In der weiteren Entwicklung, beschloss ich, meinen sicheren und geliebten Beruf im Angestelltenverhältnis aufzugeben und mich selbstständig zu machen als Geistheiler. Bei dieser Berufsbezeichnung – sofern jemand überhaupt damit etwas anfangen kann – wird primär an energetische Heilinterventionen für Menschen oder Tieren gedacht. Das trifft auch bei mir zu. Mein Kernangebot als Heiler, ist Reiki und schamanische Heilmethoden, wie Clearing, Seelenrückholung, schamanische Reisen und richtet sich an Menschen, die ihre Gesundheit oder einen Genesungsvorgang auf der rein energetischen Ebene unterstützen möchten.
Massagen, auch wenn sie bloß der „Wellness“ dienen (was ist das anderes als die entspannte Phase in der Gesundheit?), sind für mich primär energetische Methoden, die sich des Körpers als Medium bedienen. Besonders liebe ich in meinem Angebot die Klangschalenmassagen mit Planetenschalen®, die über ihre Schwingung, kosmische Energien in den Heilungsprozess einbinden.
Heilung ganzheitlich betrachtet
Aber ich sehe Heilung und Gesundheit noch weiter: Wirklich gesund ist der Mensch, wenn er im Einklang mit seinem Lebensraum, der Erde, lebt und diese nicht knechtet und ausbeutet. Nicht Unterwerfung, sondern Kooperation, sollte m. E. ein gesundes Verhältnis des Menschen zur Erde prägen.
Wie sich Gesundheit auf den Menschen und seinen Lebensraum bezieht, findet sie zwar nur im Augenblick statt, sollte sich aber in jedem Moment des ganzen Lebens verwirklichen können. Da wir als inkarnierte Menschen immer in den unterschiedlichsten Einflüssen von Bedürfnissen anderer Wesen und Energien leben, ist ein gesundes Leben zugleich ein fortwährender Heilungsprozess, der immer wieder die Harmonie als Ausdruck von Gesundheit sucht. Deshalb habe ich mein Angebot über die konkrete energetische Heilungsintervention am Menschen hinaus erweitert, biete Waldbaden als spirituelles Naturerlebnis und Natur-Coaching an. Energetische Sterbe- und Trauerbegleitung unterstützt in schweren Lebenssituationen und am Ende des Lebens. Auch das Sterben gehört zum Leben. Es ist neben der Geburt der größte Moment unseres inkarnierten Daseins und kann entsprechend vorbereitet und begleitet werden.
Die Basis dieser Arbeit ist für mich Geomantie, die bewusste Wahrnehmung und Interaktion mit den Energien und Wesen der Erde – von Gaia, der großen Erdenmutter, zu deren Kindern auch wir Menschen gehören.
Der heilende Mensch in seinem Lebensraum
Das ist eine große Vielfalt an Angeboten, die aber alle auf eines hinzielen: Der heilende (oder gesunde) Mensch in seinem Lebensraum. Dazu gehört für mich noch ein Aspekt, den ich bisher nicht explizit erwähnt habe, und das ist die Verehrung der Gottheit, aber auch aller Wesen, denen wir unser Sein als inkarnierte Menschen verdanken. Das muss für mich nicht in der Kirche geschehen, obwohl ich (vor allem früher) gerne in die Kirche gegangen bin. Jetzt biete ich ein unkonfessionelles (im Sinne von „nicht an eine konfessionelle Glaubensgemeinschaft gebunden“) Angebot freier Rituale, die bevorzugt draußen in der Natur stattfinden, an. Diese Rituale begleiten den Jahreslauf und intensivieren so das Erlebnis der Erde und der Natur als unseren Lebensraum, oder sie beziehen sich auf besondere Momente im Leben des Menschen.
Druide
Gesundheit und Heilung so umfassend und ganzheitlich betrachtet, gibt es heute in keinem etablierten Berufsbild. Das war früher anders: Es gab die Druiden, die Priester, Heiler und Lehrer waren und für ihre Mitmenschen Unterstützer für eine harmonische Lebensführung sein konnten. Der Begriff ist heute stark geprägt durch Comic- und Filmfiguren, die Elemente des Druidentums überzeichnen, die in dieser Art nicht mit meinen Intentionen übereinstimmen. Das erschwert die Nutzung dieses Begriffs.
Das Druidentum im oben skizzierten Sinne möchte ich leben, das möchte ich sein und meinen Mitmenschen vermitteln, sie daran teilhaben lassen und sie insbesondere befähigen, ihren eigenen Weg mit ihrer individuellen Spiritualität, Heilung und Gesundheit zu finden.
Verwirklichung des Lebensmotivs
Wenn ich mein Leben analysiere, habe ich das auf verschiedenen Wegen immer versucht und komme jetzt, mit inzwischen über 50 dazu, das nicht nur selbst zu leben, sondern eben auch für andere Menschen anzubieten. Wenn ich von einer heute normalen Länge meines Lebens ausgehe, habe ich noch einige Jahre (ich gehe von ca. 20 in voller Aktivität aus), in denen ich dieses Lebensmotiv verwirklichen kann. Im Verhältnis zu den Jahren, die ich bereits gelebt habe, sind es aber inzwischen wenige. Das ist die Ursache meiner Ungeduld. Für mich erlebe ich es, als hätte ich mein ganzes Leben darauf gewartet, das jetzt zu verwirklichen. Wo sind die Menschen, die mein Angebot (mir ist ganz wichtig, dass ich anbiete, Potenzial bereitstelle. Ergreifen müssen es die Interessierten selbst. Die Freiheit des Individuums steht im verkörperten Sein für mich über allem) brauchen?
Das Internet steht allen zur Verfügung. Deshalb habe ich als Erstes eine Homepage angelegt und von Anfang an war ein Blog dabei. Das war mir klar, dass dies ein Medium ist, mit dem ich mein Anliegen darstellen kann.
Sehr viele Menschen sind aber in den sozialen Medien unterwegs, ein Gebiet, das mit seiner Kurzlebigkeit und den Ansprüchen der Algorithmen, dem damit verbundenen Verkauf der Privatsphäre etc. nicht meine Welt war – und ist.
Aber ich halte mein Anliegen und Angebot für wichtig – gerade deshalb, weil so viele Vorgänge heute automatisiert sind, weil KI uns noch mehr abnimmt, weil Menschen Stunden eines Tages am Monitor z. B. in den sozialen Medien verbringen. Mein Angebot ist eine Option für einen Ausgleich dieser Einseitigkeit und damit auch ein Baustein für die gesundheitliche Prävention.
Deshalb begann ich trotzdem, obwohl es ein Bereich ist, der mich eher abstößt, auch in den Sozialen Medien zu interagieren – zuerst nur auf LinkedIn und in den freien alternativen Netzwerken Mastodon und Pixelfed. Angeregt durch Freunde, eröffnete ich bald auch einen Telegram-Kanal. Ich hatte mir ein zeitliches Limit gesetzt, bis wann ich aus diesen Netzwerken ein Feedback im Sinne von Interesse an meinen Angeboten, erwarte, bevor ich doch noch weiterginge auf Instagram und Facebook. Jetzt bin ich auch dort…
Ja, warum tue ich mir das an? Weil so viele Menschen dort sind und wegen all dem, was ich eben dargestellt habe.
Egal, was der Mensch noch für technische Errungenschaften erfinden mag, die Erde bleibt sein Lebensraum. Meine Überzeugung ist, dass ein gesundes Verhältnis des Menschen zur Erde und zu allen seinen Mitlebewesen in diesem großen Organismus, Voraussetzung und Grundlage des physischen Lebens in der Zukunft ist.
